Schmerztherapie und Palliativmedizin
Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung Anästhesie- und Intensivmedizin liegt in der Verfügbarkeit einer Schmerztherapieeinheit. Dieser Bereich wird geleitet von Frau Dr. Ellen Heuser-Grannemann, Oberärztin der Anästhesie-Abteilung und Fachärztin für Anästhesie und Algesiologin.
Aufgabe der o.g. Einheit liegt einmal in der postoperativen, schmerztherapeutischen Versorgung von frischoperierten Patienten, die entweder regional über Schmerzkatheter und Lokalbetäubungsmittel oder aber systemisch über die Anwendung vom Patienten gesteuerter Analgesie (PCA-Pumpen) versorgt werden.
Der weite Bereich der Versorgung von Patienten im Rahmen einer Schmerzambulanz, für den Frau Dr. Heuser-Grannemann eine Ermächtigung der Kassenärztlichen Vereinigung besitzt, gehört ebenfalls zum Versorgungsauftrag dieses Bereiches. Bei der Diagnose "Chronische Schmerzen" werden spezielle anerkannte standardisierte Verfahren zur Erhebung der individuellen Schmerzkrankengeschichte und aktueller Befunde verwendet.
Dazu gehören:
- chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen
- Tumorschmerzen
- chronische Rückenschmerzen
- Phantomschmerzen
- Neuralgien
- chronische Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
- chronische Schmerzen bei neurologischen Erkrankungen
- Polyneuropathien
- Rheumaschmerzen
- Herpes zoster
- Schmerzen bei psychischen Störungen
Folgende Therapieverfahren werden eingesetzt und ggf. kombiniert:
- Individuell angepasste Therapiekonzepte mit Medikamenten
- Nervenblockaden
- rückenmarksnahe Betäubungsverfahren auch mit Kathetern
- Entzugsbehandlung bei Medikamentenmissbrauch
- Versorgung und Kontrolle von implantierten Port- und Medikamentenpumpensystemen
- Sympathikusblockaden
- physikalische Therapie
- TENS
- Akupunktur (Teilnahme am Modellversuch der Krankenkassen)
- Psychosomatische Grundversorgung
Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit der psychotherapeutisch-psychiatrischen Abteilung unseres Hauses für Schmerzkranke mit schwerwiegenden psychischen Störungen.
Die Schmerzambulanz ist Mitglied der regelmäßig monatlich tagenden regionalen, interdisziplinären Schmerzkonferenz. In diesem offenen Gremium sind Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und Pflegende vertreten. Es werden besonders problematische Patienten vorgestellt und konkret weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen im Sinne des Patienten besprochen.
Regelmäßige Weiterbildung und Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen der Schmerztherapie sind selbstverständlich.
Sprechstunden der Schmerzambulanz:
Montags und Dienstags
10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 15:30 Uhr
Mittwochs und Donnerstags
10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 13:30 Uhr
Telefon: 0 20 64 / 44 - 13 38
St. Vinzenz-Hospital
Dr.-Otto-Seidel-Straße 31-33 | 46535 Dinslaken
Tel.: 0 20 64 / 44 - 0 Fax: 0 20 64 / 44 - 19 04
E-Mail: info(at)st-vinzenz-hospital.de | Internet: www.st-vinzenz-hospital.de


