Gynäkologie und Geburtshilfe
Beckenboden & Inkontinenz – Therapie
Einer unserer Schwerpunkte liegt in der Diagnostik und Therapie der IHarninkontinenz und der Senkungserkrankungen des Beckenbodens. Nur ein ganzheitliches Konzept zur Behebung aller Störungen im Bereich des Beckenbodens kann zum langfristigen Erfolg führen.
Wir sind als Beratungsstelle der Deutschen Kontinenzgesellschaft zertifiziert.
Dr. Bernhard Uhl ist zertifizierter Behandler (AGUB III) nach den Richtlinien der AGUB (Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstuktion)
INKONTINENZ:
In der Regel wird Sie Ihr Frauenarzt in unsere <Inkontinenz-Sprechstunde> überweisen. Hier können wir mit unserem modern ausgerüsteten urodynamischen Meßplatz die Ursache Ihrer Probleme herausfinden und dann die individuelle Therapie planen und besprechen. Prinzipiell unterscheidet man 2 Arten von Inkontinenz:
- Stressinkontinez
(Urinverlußt bei Belastungen wie Husten, Lachen, Niesen, Laufen)
- Dranginkontinenz
(beim Harndrang muß man schnell zur Toilette gelangen,
da es sonst unwillkürlich zum Harnabgang kommt)
Zur Therapie dieser Erkrankungen kann entweder ein operatives Vorgehen, eine medikamentöse Therapie, Physiotherapie oder eine Kombination der 3 Maßnahmen nötig sein.
Operative Therapieformen bei Stressinkontinenz:
- Retropubisches Band (z.B. TVT)
Hierbei wir von der Scheide ausgehend ein Band um die Harnröhre gelegt.
Es wird nicht festgenäht und liegt daher spannungsfrei. Das Band stützt
dann die Harnröhre und beseitigt in der Regel die Inkontinenz.
In der Regel kann dieser Eingriff in Regionalanästhesie, d.h. ohne Vollnarkose, durchgeführt werden.

- Transobturatorielles Band
Das Wirkprinzip und die operativen Ergebnisse entsprechen dem
retropubisch gelegten Band. Da das Band nicht so dicht an der Blase
vorbeiläuft, ist es besonders für Frauen, die bereits im Bereich der Blase
operiert wurden geeignet. Im Prinzip wie das retropubische Band, nur
daß man es nicht von der Harnröhre zur Leistengegend leitet, sondern
von der Harnröhre in die Nähe des Schambeines. In der Regel kann
dieser Eingriff in Regionalanästhesie, d.h. ohne Vollnarkose, durchgeführt
werden.

- Endoskopische Kolposuspension nach Burch:
Bei dieser Operation handelt es sich um die minimal-invasive Variante
einer Operation, die üblicherweise durch einen Bauchschnitt durchgeführt
wird. Diese Operationsform wird nur in sehr wenigen endoskopisch
versierten Kliniken praktiziert und hat für die Patientinnen den Vorteil, daß
Sie keine großen Narben zurückbehalten und sich schneller erholen.
Bei dieser Operation Mit 4 Nähten stabilisieren wir den Übergang zwischen Harnröhre und Harnblase, sodass dieser Bereich dem Hustenstoß nicht mehr ausweichen kann und sich bei Belastung verschließt heben wir das untere
Ende der Harnblase mit einem Faden, der zu einem Band im Bereich der Bauchdecke zieht.


- Stabilisierung der Harnröhre mit Bulkamid
Unter endoskopischer Kontrolle wird ein Hydrogel in die Seitenwände der Harnröhre gespritzt. Hierdurch erhöht sich der Innendruck und damit die Dichtigkeit der Harnröhre.


- Operative Therapie der Dranginkontinenz:
Läßt sich eine Dranginkontinenz medikamentös nicht zufriedenstellend
behandeln, oder schränken die Nebenwirkungen der Medikamente die Lebensqualität zu sehr ein, gibt es eine Alternative. In einer kurzen
Narkose
wird über eine Blasenspiegelung Botolinustoxin in den
Blasenmuskel gespritzt.
Mit dieser Therapie können wir vielen Frauen helfen, die bisher als nicht therapierbar galten.
