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Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Sportmedizin und Alterstraumatologie

Schwerpunkte

Patienten mit vorausgegangenen Unfällen erreichen unsere rund um die Uhr besetzte chirurgische Ambulanz entweder selbständig oder per Rettungstransportwagen ggf. in Begleitung eines Notarztes. Dabei verfügt unsere Abteilung über die Zulassung zur Behandlung von Patienten nach Arbeits- Wege- und Schulunfällen inklusive der Behandlung von Schwerverletzten.

Nach umgehend durchgeführter Diagnostik werden ambulant durchführbare Therapiemaßnahmen umgehend veranlasst. Die entsprechenden Patienten werden in die Betreuung Ihres Hausarztes oder eines niedergelassenen Facharztes weitergeleitet. In besonderen Fällen sowie am Wochenende und an Feiertagen führen wir die Betreuung weiter, bis eine ambulante Weiterbetreuung durch einen niedergelassenen Arzt gesichert ist.

Schwerere Fälle werden stationär aufgenommen und ggf. einer weiteren Diagnostik unter stationären Bedingungen zugeführt. Unsere Abteilung ist eingerichtet auf eine notfallmäßige umgehende oder frühsekundäre Versorgung sämtlicher knöcherner und Weichteilverletzungen im Bereich von Armen und Beinen sowie des Beckens. Dazu halten wir ein Operationsteam rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres in Bereitschaft.

Sämtliche modernen standardgemäßen Implantate zur Versorgung knöcherner Verletzungen stehen zur Verfügung. Viele dieser Verfahren werden an unserer Abteilung im Rahmen sog. minimal-invasiver Operationen kleine Schnitte durchgeführt, um die Weichteile zu schonen und eine frühere Rehabilitation zu ermöglichen. Dabei ist unser Ziel, bereits bei der operativen Versorgung von Knochenbrüchen und Verletzungen das gewählte Verfahren so anzulegen, dass eine frühfunktionelle Behandlung möglich wird. Eine gipsfreie Weiterbehandlung nach durchgeführter Operation ist für uns der Standard. Die folgenden Beispiele sind nur ein Ausschnitt aus dem großen verfügbaren, an unserer Abteilung durchgeführten Spektrum bei der Versorgung von Knochenbrüchen:

  • Winkelstabile Platten aus Titan vermitteln ein hohes Maß an Stabilität und kommen am häufigsten bei Brüchen des Handgelenkes sowie des Oberarmkopfes bzw. –halses zum Einsatz. (Abbildung 1, Abbildung 2)
     
  • In die Markhöhle durch kleine Schnitte eingebrachte Marknägel stabilisieren Schaftbrüche von großen und kleinen Knochen und erlauben eine unmittelbare Übungsbehandlung oder gar Belastungsfähigkeit nach durchgeführter Operation.(Abbildung 3)
     
  • Minischrauben von nur 1,2 bis 2,3 mm Durchmesser in Verbindung mit entsprechenden unterschiedlich geformten Plättchen aus Titan erlauben eine stabile anatomische Wiederherstellung von Brüchen im Bereich der Hand in Verbindung mit einer umgehenden Bewegungsfähigkeit. (Abbildung 4)
     
  • Bei der fortgeschrittenen unfallbedingten Zerstörung von Gelenken (z.B. Oberarmkopf, hüftkopfnahe Schenkelhalsfraktur, Fraktur des Speichenköpfchens etc.) können wir auf unsere große Erfahrung im Bereich der Endoprothetik(A.III) zurückgreifen und den entsprechenden Gelenkabschnitt durch eine Kopfprothese ersetzen, um auch bei schweren Zerstörungen die Beweglichkeit und Belastbarkeit umgehend wiederherzustellen. (Abbildung 5)

Das Training zur Wiedererlangung der Funktion nach durchgeführter operativer Wiederherstellung beginnt am ersten Tag nach der Operation und wird neben der ärztlichen Begleitung durch das Team der Abteilung für Krankengymnastik und physikalischen Therapie an unserem Hause durchgeführt.

Für die kontinuierliche Steigerung der Gelenkbeweglichkeit werden zusätzlich Motorschienen eingesetzt. Nach abgeschlossener stationärer Behandlung werden die Patienten entweder möglichst direkt an ein anderes Haus zur Durchführung einer stationären Rehabilitationsbehandlung, oder an ihren niedergelassenen Arzt weitergeleitet. Auch hier ist eine ambulante Nachbetreuung an unserer Abteilung auf Wunsch oder bei Bedarf im Rahmen der poststationären Behandlung möglich.

 

 

 

 

 

 

Krankheitsbilder

Abbildung 1:Fraktur
Typische Fraktur des Radius (Speiche) im Bereich des Handgelenkes. Die Gelenkfläche ist eingestaucht und nach streckseitig abgekippt.

Abbildung 2:Operative Versorgung
Operative Versorgung mittels winkelstabiler Platte. Wiederherstellung einer anatomischen Stellung. Gipsfreie Weiterbehandlung.

Abbildung 3:Verschobene Schaftfraktur
Verschobene Schaftfraktur des Unterschenkels (Röntgenbild nach dem Unfall links), operative Versorgung mittels verriegeltem Marknagel durch kleine Hautschnitte, bereits sichtbarer knöcherner Heilungsprozess (Röntgenaufnahmen rechts).

Abbildung 4:Kontrollaufnahme
Röntgen-Kontrollaufnahme nach operativer Versorgung einer verschobenen Gelenkfraktur des Speichenköpfchens mit Titan-Minischrauben (Durchmesser 1,3 mm).

Abbildung 5:Röntgenkontrollaufnahme
Röntgenkontrollaufnahme der operativen Versorgung einer verschobenen Schenkelhalsfraktur. Der abgerissene Oberschenkelkopf wurde durch eine metallene Kopfprothese ersetzt, welche mit ihrer Schaftkomponente in der Markhöhle des Oberschenkelknochens verankert ist.