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Patienten-Informationen

Presseberichte

26.11.2008
 

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"Es hat sich ausgespritzt "

DINSLAKEN. "Bisher hat noch kein Patient auf die Spritze bestanden", sagt Dr. Wolfgang Zinser, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie am St. Vinzenz-Hospital. Eigentlich kein Wunder, denn wer wird nach einer Operation das wochenlange tägliche Spritzen in die Bauchdecke zur Trombosevorbeugung schon vermissen? Seit zwei Wochen bleibt das zumindest den Patienten erspart, die eine Hüft- oder Kniegelenks-Prothese bekommen haben. Statt Heparin-Spritze gibt es nun täglich eine kleine Tablette, die recht neu auf dem Markt ist, zudem besser wirken soll.

Mehr Operationen

Dr. ZinserDie Behandlung damit kostet das Krankenhaus zwar rund 50 Prozent mehr, doch Zinser sieht darin seine Philosophie bestätigt: "Das Gute setzt sich irgendwann durch" hatte ihm schon sein Lehrer gesagt und Zinser hofft, dass sich höherwertige Behandlung in höheren Patientenzahlen niederschlägt.

Deshalb werden etwa teure Hüft- und Knieprothesen aus Keramik eingesetzt, schon vor einer Operation können Patienten das Laufen an Krücken lernen.

Zinser, der vor anderthalb Jahren Chefarzt der Orthopädie und Chirurgie wurde, sieht sein Konzept bestätigt: "In 2006 hatten wir 120 Knie- und Hüftoperationen, in diesem Jahr sind es bis heute bereits 200", so Zinser.

Die Spritze in den Bauch bleibt vorerst nur Hüft- und Knie-Patienten erspart, weil die Tablette für andere Bereiche noch nicht zugelassen ist, die Forschungen liefen aber. Und: Man beobachtet trotz Zulassung der Tablette im Vinzenz ganz genau, ob die Patienten sie auch gut vertragen. "Nicht, dass irgendeine Nebenwirkung nicht im Beipackzettel steht", so Zinser.

(kub)

Quelle: NRZ vom 26.11.08 / LOKALAUSGABE / DINSLAKEN
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