
Dinslaken (RP) Das Vinzenz-Hospital will die medizinische Versorgung der Dinslakener Bevölkerung durch den Ausbau des Zentrums für Altersmedizin und der radiologischen Diagnostik weiter verbessern. Nach Angaben von Verwaltungsleiter Cornelius Degenhardt belaufen sich die Baukosten inklusive der Umbautätigkeiten im Bestand auf etwa sieben Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt im Wesentlichen aus eigener Kraft. Dabei wird eine Fläche von fast 5000 Quadratmetern (etwa 3500 Quadratmeter Neubau und 1500 Umbau im Bestand) neu geschaffen oder umgebaut.
In das Erdgeschoss wird voraussichtlich bereits zum Juli 2010 die Radiologische Gemeinschaftspraxis einziehen. Ende 2010 soll der Neubau komplett fertig gestellt sein.
Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes wird in Zusammenarbeit mit der überörtlichen Gemeinschafts-praxis für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin Duisburg-Dinslaken eine moderne Radiologische Abteilung mit integrierter Praxis eingerichtet.
Dort werden die Ärzte Richter, Neitzke, Stoesser, Hutmacher, Kindler, Koschut, Laufkötter, Lohre und Vogel praktizieren. Die Kooperation mit der Gemeinschaftspraxis soll die Vernetzung der ambulanten und stationären Patientenversorgung, fördern.
Der Informationsfluss soll verbessert und radiologische Doppeluntersuchungen durch die Nutzung von Vorbefunden vermieden werden.
Im ersten Obergeschoss des Neubaus wird die Geriatrie (Zentrum für Alterserkrankung) ihre Heimat finden. Diese 40 Betten führende Abteilung wurde vom Land als Erweiterung des Leistungsangebotes am Vinzenz-Hospital genehmigt. Sie wird speziell entsprechend den besonderen Anforderungen an die medizinisch-pflegerische Versorgung alter Menschen errichtet. Ziel des geriatrischen Behandlungs-konzeptes ist es, die Patienten so zu entlassen, dass sie wieder „Fit für den Alltag“ sind und nach
Möglichkeit wieder in ihr gewohntes soziales Umfeld entlassen werden können.
„Es werden zum Beispiel Strategien entwickelt, wie man Essen kocht, wie man in die Badewanne steigt und wieder hinaus kommt“, erklärt Stephan Schmidt, zuständig für die Organisationsentwicklung am Vinzenz-Hospital. Für das Training steht den Patienten eine Übungsküche, ein Übungsbad sowie ein Raum für spezielle therapeutische Zwecke zur Verfügung. Durch die Bauarbeiten ist der Parkplatz vor dem Haupteingang des Krankenhauses gesperrt. Das führt zu einem Engpass beim Parken. Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, wird auf dem Gelände hinter der Psychiatrie ein neuer provisorischer Parkplatz erschlossen, der bestehende Parkplatz am Sankt Franziskus-Altenpflegeheim wird erweitert. Allein durch diese Maßnahmen werden die entfallenden Parkplätze fast vollständig kompensiert. Zusätzlicher Parkraum soll auf dem Nachbargrundstück entstehen. Das Vinzenz-Hospital ist zur Zeit in Gesprächen mit Landwirt Vahnenbruck, sagte Stephan Schmidt. „Unterm Strich werden wir dann mehr Parkplätze haben als bisher.“
- /RALF SCHREINER
INFO: Bauen macht Lärm.
Die mit dem Neubau verbundenen Belastungen für Patienten, Angehörigen, Besuchern, Mitarbeitern und Nachbarn versucht das Hospital so gering wie möglich zu halten. Die Bauabläufe werden entsprechend angepasst. Für trotz allem nicht vermeidbare Unannehmlichkeiten bittet das Krankenhaus um Verständnis.
Quelle: Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Dinslaken
Ausgabe: Nr.168
Datum: Donnerstag, den 23. Juli 2009 Seite: Nr.15