Dr. med. Christoph Tenhagen
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Das Medizin-Controlling nimmt eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen ärztlichem Dienst und Administration ein. Informationen aus dem klinischen Kosten-Leistungs-Geschehen werden durch das Medizin-Controlling analytisch aufbereitet und dienen der Krankenhausleitung zur Planung und Steuerung. Dazu gehört auch die Optimierung der medizinisch-klinischen Prozessabläufe im Krankenhaus. Ein enges Zusammenwirken mit dem betriebswirtschaftlichen Controlling, der Abteilung Patientenverwaltung und der EDV ist selbstverständlich.
Im Jahre 2000 wurde neben dem etablierten betriebswirtschaftlichen Controlling das Medizin-Controlling eingerichtet. Es ist zusammen mit dem Qualitätsmanagement Stabsstelle der Geschäftsführung und wird hauptamtlich durch einen erfahrenen Facharzt geleitet. In den medizinischen Abteilungen wurden zur Wahrnehmung der Aufgaben, die meist fachspezifisches Wissen erfordern, beauftragte Ärzte benannt. Seit Anfang 2005 unterstützen zwei Kodierfachkräfte die Ärzte und die Patientenverwaltung bei der Kodierung und Dokumentation.
Die Diagnosen und Prozeduren werden vom Arzt vor Ort zeitnah in das Krankenhausinformationssystem eingegeben. Dazu wurden hausinterne Dokumentationsregeln unter Berücksichtigung der deutschen Kodierrichtlinien eingeführt.
Jeder MC überprüft innerhalb seiner Abteilung die Kodierung und gibt sie anschließend für die Abrechnung frei. Die Mitarbeiter der Abrechnung kontrollieren noch einmal alle Verschlüsselungen hinsichtlich der Kodierrichtlinien. Kodier- und Abrechnungsfragen der Abteilung Patientenverwaltung werden kurzfristig fachspezifisch mit dem zuständigen Arzt geklärt. Unklare Fälle leiten sie an die Kodierfachkräfte zur Überprüfung und ggf. Korrektur in Abstimmung mit dem Medizincontroller weiter. Die Kodierfachkräfte überprüfen außerdem stichprobenartig die Kodierung und Dokumentation der Abteilungen und bearbeiten schwierige Fälle sowie Anfragen der Kostenträger zur Kodierung.
Die Medizin-Controller-Gruppe (MC-Gruppe) unter Leitung von Dr. Tenhagen und die Kodierfachkräfte treffen sich regelmäßig zur Besprechung von Kodierproblemen und zum interdisziplinären Informationsaustausch.
Fallpauschalenstatistiken werden sowohl für intern Zwecke als auch für Vergleiche mit anderen Krankenhäusern regelmäßig ausgewertet. Das St. Vinzenz-Hospital ist seit Jahren Mitglied des Krankenhaus-Zweckverbandes Köln, Bonn und Region.